Stressbewältigung mit Hypnose: Mit Hypnose negativen Stress verabschieden

Okt 3, 2021 | Hypnose & Stressbewältigung

Kräftezehrender, negativer Stress lässt die Bewältigung des Alltags oftmals schier unmöglich erscheinen. Zeitdruck, Ärger, Lärm und herausfordernde Aufgaben sind nur einige der vielen individuellen Stressoren, die dazu führen, dass wir restlos überfordert sind. Vielleicht sind wir Umständen ausgesetzt, in denen wir uns wehrlos und ausgeliefert fühlen – uns kein großer Handlungsspielraum zur Verfügung steht. In Hypnose – einem leichten Trance-Zustand – erleben wir Ruhe, Entspannung, eine ruhige Atmung und ein Gefühl des Wohlbefindens. All dies hilft bereits, Stress und Anspannungen abzubauen und neue Lösungswege zu finden.

Auf die Stresssignale des Körpers hören

Stress begegnet uns Menschen in vielfacher Art und Weise: der Terminkalender quillt über, die Kinder wollen versorgt werden, der medialen Informationsflut ist nicht beizukommen und die wiederkehrenden Auseinandersetzungen mit der Kollegin verbrauchen unsere letzte Energiereserve. Man fühlt sich kopflos, genervt, bedroht und ein wenig aus der Bahn geworfen.

Stress ist die körperliche Antwort auf Erlebnisse und Dinge, die wir als unangenehm und bedrohlich bewerten. Doch jeder Mensch empfindet Stress anders. Was der Eine als angenehm empfindet, lässt bei dem Anderen den Pulsschlag ansteigen. 

Die vermehrte Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin, Insulin, Cortisol und Noradrenalin schwächt das Immunsystem. Der Puls beschleunigt sich, das Herz-Kreislaufsystem arbeitet mit voller Kraft, und die Muskulatur spannt an. Wiederholen sich die stressigen Momente, werden wir anfälliger für Krankheiten, denn auf Dauerstress sind wir Menschen nicht vorbereitet.

Hypnose & Stress

Stress ist eine natürliche Abwehrreaktion. Als zuverlässiger Kooperationspartner reagiert der Körper umgehend, wie er es vor Ewigkeiten gelernt hat. Verschiedene Botenstoffe und Hormone werden ausgeschüttet und versetzen uns in Alarmbereitschaft. Wir haben jetzt die Wahl anzugreifen, wegzulaufen oder uns bei größter Gefahr totzustellen. Das, was vor tausenden von Jahren unser Überleben gesichert hat, hilft uns als modernen Mensch herzlich wenig.

Vor der herrischen Kollegin wegzulaufen oder ihr kraftvoll vor das Schienbein zu treten, wäre gesellschaftlich nicht akzeptabel. Stattdessen haben wir gelernt, uns zusammenzunehmen und versuchen, unangenehme Umstände auszuhalten.

Wenn das Leben aus dem Gleichgewicht gerät

Bedrückende Gedanken kreisen in Endlosschleifen im Kopf herum und nähren den Stress zusätzlich – oder lösen ihn erst aus. Das Stressniveau steigt.

„Ich darf nicht versagen“. „Ich muss meine Pflicht erfüllen“.

„Ich muss jetzt für die anderen stark sein“. „Ich darf die anderen nicht enttäuschen“.

„Jetzt nur nicht aufgeben“. „Ich halte das nicht mehr aus“.

„Ich will nur noch weg“. „Ich habe keinen Spaß mehr“.

Auch der innere Kritiker erlebt im Dauerstress seine Hochzeit. Die Stimme der Selbstkritik ist laut vernehmbar, weil die emotionalen Erwartungen an uns hoch sind. Ein milder, verständnisvoller Umgang mit sich selbst wird schnell verworfen. Man reißt sich am Riemen. Doppelbelastungen und Zukunftsängste werden verdrängt. Die Zähne werden zusammengebissen, bis die Kiefermuskulatur schmerzt und die Ohren dröhnen. 

Begegnen wir den auslösenden Stressoren im Alltag regelmäßig, beginnen wir den Dauerstress zu fühlen. Er macht in unterschiedlicher Gestalt und Symptomatik auf sich aufmerksam.  Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Gefäßerkrankungen, Anspannung, Konzentrationsschwäche, innere Unruhe, Schlaflosigkeit und Muskelverspannungen sind typische Stresssymptome. Die Symptome wollen beachtet werden, wachrütteln und zum Umdenken aufrufen, um diesen lähmenden und krankmachenden Stress loszuwerden.

Stress & Stressbewältigung

Stress mit Hypnose in den Griff bekommen

Stressige Situationen und belastende Lebensphasen treten in jedem Leben auf und lassen sich kaum vermeiden. Wie diese herausfordernden Erfahrungen gemeistert werden, hängt größtenteils mit der individuellen Einstellung und der Bewertung der Umstände ab.

Um dem Stress Herr zu werden, lohnt es sich, innezuhalten, und die Stressquellen aufzuspüren, sie bewusst anschauen, bewusst werden lassen und wissen, warum man etwas tut. 

Mit Hypnose gegen Stress

Stressbewältigungstechniken sind mehr denn je gefragt. In den letzten Jahren wird der modernen klinischen Hypnose weltweit mehr Beachtung geschenkt, um negativen Stress und seine Auswirkungen auf den Menschen erfolgreich zu reduzieren.

Sich in Trance zu befinden, ist ein tiefenentspannter Zustand, in dem Ruhe und Ausgeglichenheit erfahren wird. Der Fokus ist nach innen gerichtet, man erlebt eine besondere Verbundenheit mit sich selbst. Unproblematisch – und in kurzer Zeit – können wir Energie und Kraft tanken.

Übrigens glauben einige Menschen, die zum ersten Mal den Trancezustand erleben, dass sie gar nicht in Hypnose waren.

Da sie in Trance nicht schlafen oder „weggebeamt“ sind, wundern sie sich über ihr nicht ausgeschaltetes Wachbewusstsein. Geheimnisvolle oder magische Seinszustände werden nicht erlebt. Stattdessen nehmen sie eine wohltuende Tiefenentspannung wahr. 

In Trance bietet das Unbewusste Wege und Lösungen zur Beseitigung der stressauslösenden Bewertungssysteme an. Psychische und körperliche Prozesse sind erreichbar, die sonst nur schwer zugänglich sind. Die eigenen Fähigkeiten und Stärken werden zur Problemlösung und Symptomreduktion effektiv genutzt.

Hypnose & Stressbewältigung

Was triggert bestimmte Gefühle in mir? Warum kann ich mich von manchen Themen nicht distanzieren? Warum überreagiere ich in mancher Situation auf eine bestimmte Art und Weise? Warum überfordere ich mich ständig? Wieso kann ich nicht nein sagen? Wieso bringen mich manche Personen zur Weißglut? Warum traue ich mir so wenig zu? Warum überfordere ich mich so oft? Warum kann ich keine Grenzen setzten? Was hat meine Mutter oder mein Vater mit meinen Einstellungen und Erwartungen zu tun?

In Trance haben wir die Möglichkeit, spezielle Denkmuster, die den Stress mitauslösen, zu erkennen und umzustrukturieren. Wir können Handlungsfähigkeit zurückgewinnen, zu unserem Wohl entscheiden und Kontrollverlust vermeiden.

Das Annehmen der persönlichen Fähigkeiten, eine realistische Selbsteinschätzung der individuellen Stärken, und die Akzeptanz der eigenen Grenzen macht selbstbewusst und erhöht die Stressresistenz. 

Stresshormone mögen keinen Sport

Gleichfalls hilft Bewegung hervorragend Stress und Anspannung loszuwerden. 

Wie bereits erwähnt, bereitet sich der Körper bei Gefahr oder Bedrohung auf das Weglaufen oder Kämpfen vor. Um diese körperlichen Aktivitäten realisieren zu können, stellt der Körper sehr viel Energie bereit, die bei einer Faust in der Tasche nicht verbraucht wird. 

Die aufgestaute Energie, die Unmengen an Stresshormonen, können mit Bewegung nachweislich abgebaut werden. 

Stress & Hypnose

Der Wunsch, nach einem anstrengen Tag voller Herausforderungen entspannt auf der Coach zu verbringen, ist verständlich. Doch bevor die Füße hochgelegt werden, ermöglicht erst ein ausgedehnter Abendspaziergang – oder der Lieblingssport – die ausgeschütteten Stresshormone zu reduzieren. 

Dem Tagestrouble entronnen, fühlen wir uns schon entspannter, aber die Muskeln sind es noch langen nicht. Die Stresshormone zirkulieren weiterhin in unserer Blutbahn. Deswegen ist die Sofa-Option nicht die erste Wahl, um sich dauerhaft vor krankmachendem Stress zu befreien. Dagegen reguliert körperliche Aktivität die Ausschüttung und den Abbau von Adrenalin und Co. und stellt sicher, dass Erholung auch in fordernden Lebensphasen realistisch ist.

Quellen:

https://mediatum.ub.tum.de/doc/1286738/1286738.pdf

https://www.hypnotherapy-directory.org.uk/articles/stress.html

Teilen auf